Zwischen Recht und Gerechtigkeit: Studierende im Dialog mit Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann

Zwischen Recht und Gerechtigkeit: Studierende im Dialog mit Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann
Niedersächsiches Studieninstitut
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Elke Mölling

Was ist gerecht? Und ist eine rechtmäßige Entscheidung automatisch auch eine gerechte Entscheidung? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich Studierende der T4-Landeskurse der HSVN im Rahmen der Woche der Gerechtigkeit.


Unter dem Titel „Zwischen Recht und Gerechtigkeit – Studierende im Dialog mit Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann“ kamen die Studierenden mit der Niedersächsischen Justizministerin ins Gespräch. Dabei übernahmen sie nicht nur eine aktive Rolle in der Diskussion, sondern führten auch durch die Veranstaltung und moderierten den gemeinsamen Austausch.


In ihrem Impuls machte Dr. Kathrin Wahlmann deutlich, welche Bedeutung die Grundrechte für das tägliche Handeln von Staat, Verwaltung und Justiz haben. Denn Grundrechte sind kein abstraktes Versprechen: Sie werden überall dort konkret, wo staatliche Entscheidungen das Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen – beispielsweise bei Baugenehmigungen, schulischen Entscheidungen, im Aufenthaltsrecht oder bei Versammlungen.


Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit. Gerechtigkeit bedeute nicht zwangsläufig, dass alle Beteiligten mit einer Entscheidung zufrieden seien. Vielmehr gehe es darum, gleiche Maßstäbe anzulegen, Willkür zu verhindern, Freiheit zu schützen und unterschiedliche Interessen angemessen gegeneinander abzuwägen.


Gerade für die Studierenden der HSVN ist diese Auseinandersetzung von besonderer Bedeutung. Als zukünftige Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung werden sie selbst Gesetze anwenden, Sachverhalte beurteilen und Entscheidungen treffen, die unmittelbare Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben.


Die Veranstaltung bot damit Gelegenheit, theoretische Inhalte des Studiums mit aktuellen Fragen aus Justiz und Verwaltung zu verbinden – und gemeinsam darüber zu diskutieren, was eine rechtmäßige und zugleich möglichst gerechte Entscheidung ausmacht.

 

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