Im Seminar lernen Sie:
Die Toollandschaft zu überblicken: Worin sich Copilot, ChatGPT und europäische bzw. deutsche Alternativen unterscheiden, welches Werkzeug sich für welche Aufgabe eignet – und vor allem, welches Tool Sie mit Dienstdaten überhaupt nutzen dürfen (frei verfügbare Consumer-Versionen vs. datenschutzkonforme Behörden- und Enterprise-Lösungen).
KI rechtssicher und datenschutzkonform einzusetzen: Welche Daten Sie eingeben dürfen und welche nie, was sich hinter „Schatten-KI" verbirgt und warum sie riskant ist – mit einem kompakten, praxisnahen Überblick zu DSGVO, dem Niedersächsischen Datenschutzgesetz (NDSG) und dem EU AI Act. Besonders sensibel: die Verarbeitung von Bild-, Ton- und Videoaufnahmen, auf denen Personen erkennbar sind.
Wirkungsvoll zu „prompten": Wie Sie präzise, kontextreiche Anweisungen formulieren, um deutlich bessere Ergebnisse zu erhalten – geübt an fertigen Vorlagen für typische Verwaltungstexte wie Bescheide, Vermerke, Bürgerschreiben und Sitzungsvorlagen.
Schriftverkehr und Bürgerservice zu verbessern: Schneller verständliche, adressatengerechte Texte erstellen, Inhalte in Leichte und Einfache Sprache übertragen und mehrsprachige Ausgaben für einen barrierearmen Bürgerservice nutzen.
Besprechungen automatisch zu verschriftlichen: Aus Audioaufnahmen von Sitzungen und Terminen automatische Transkripte erstellen und daraus direkt strukturierte Protokolle, Ergebnisprotokolle und To-do-Listen erzeugen – einer der größten Zeitgewinne im Alltag.
Dokumenten- und Aktenarbeit zu beschleunigen: Lange Dokumente, PDFs und Stellungnahmen zusammenfassen, vergleichen und Kernpunkte gezielt herausziehen.
Multimediale Inhalte zu erstellen und auszuwerten: Mit KI Bilder und Grafiken für Präsentationen, Social Media und Bürgerinformation erzeugen, vorhandenes Bildmaterial automatisch mit Bildbeschreibungen (Alt-Texten) für die Barrierefreiheit versehen, Texte als Audio ausgeben (Vorlesefunktion) und einfache Video- bzw. Erklärinhalte aufbereiten – inklusive eines kritischen Blicks auf Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte und „Deepfake"-Risiken.
Mit KI zu recherchieren und Ergebnisse kritisch zu bewerten: Recherchewerkzeuge mit Quellenangabe kennenlernen und zugleich die Grenzen der Technologie erkennen – Halluzinationen, fehlende Aktualität, Verzerrungen – und wissen, warum bei rechtlich relevanten Auskünften Output-Prüfung und Vier-Augen-Prinzip unverzichtbar bleiben.
Einen Ausblick auf KI-Agenten zu gewinnen: Bodenständig und ohne Überversprechen erfahren, wie automatisierte Assistenten wiederkehrende Abläufe übernehmen können – mit realistischen Anwendungsfällen aus Ihrem eigenen Haus.
Kommunale Inhalte KI-fit zu machen (GEO): Da immer mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen direkt einem KI-Assistenten stellen, lernen Sie die Grundprinzipien, mit denen Sie Website, Bürgerservice-Seiten und FAQ so aufbereiten, dass KI-Systeme Ihre Informationen korrekt wiedergeben – statt veraltete oder falsche Auskünfte zu verbreiten.
Den Transfer ins eigene Haus zu gestalten: Wie sinnvolle Spielregeln, eine KI-Leitlinie oder eine Dienstvereinbarung entstehen und wie Sie Kolleginnen und Kollegen mitnehmen. Sie verlassen den Workshop mit einem persönlichen ersten Umsetzungsplan.