51310-27-01

Das Symptom Wohnen: Pathologisches Horten, Vermüllungssyndrom und Verwahrlosung – Phänomene unserer Zeit?

Termin/e

03.06.2026, 09:00 - 16:00 Uhr
Oldenburg
07.06.2027, 09:00 - 16:00 Uhr
Oldenburg

Teilnahmeentgelt

255 EUR

Das Teilnahmeentgelt beinhaltet die Veranstaltungsunterlagen und die Verpflegung.

Desorganisierte Wohnformen wie pathologisches Horten, Vermüllung oder Verwahrlosung treten in der kommunalen Praxis zunehmend häufiger auf. Sie stellen Verwaltungen, soziale Dienste und andere beteiligte Akteure vor große fachliche, rechtliche und menschliche Herausforderungen. Neben erheblichen gesundheitlichen und psychosozialen Risiken für die Betroffenen wirken sich diese Lebenslagen oftmals auch belastend auf Nachbarschaften, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie öffentliche Stellen aus.

Das Seminar greift diese komplexe Problematik praxisnah auf. Anhand konkreter Fallbeispiele werden unterschiedliche Erscheinungsformen des sogenannten „desorganisierten Wohnens“ differenziert betrachtet und voneinander abgegrenzt. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über mögliche Ursachen und psychologische Hintergründe, lernen die Lebenswelten der Betroffenen besser zu verstehen und setzen sich mit den vielfältigen Folgen auseinander.

Darüber hinaus werden bewährte Hilfe- und Unterstützungssysteme aus der Praxis vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem professionellen Umgang mit Menschen in vulnerablen Lebenslagen sowie auf den miet-, ordnungs- und sozialrechtlichen Handlungsmöglichkeiten im kommunalen Kontext.

Dozierende/r

Sigrid Beermann-Stöveken

Inhalt

  • Desorganisierte Wohnformen – Erscheinungsbilder und Einordnung
  • Gesellschaftliche Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen
  • Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen
  • Pathologisches Horten (Messie-Syndrom)
  • Vermüllungssyndrom
  • Verwahrlosung und Diogenes-Syndrom
  • Psychologische Aspekte, mögliche Ursachen und Differenzierungen
  • Lebenswelten der Betroffenen und soziale Folgen
  • Grundsätze im Umgang mit Menschen in riskanten und vulnerablen Lebenslagen
  • Miet- und ordnungsrechtliche Aspekte
  • Arbeitsweise, Vernetzung und Wirksamkeit von Hilfesystemen
  • Therapieansätze und Behandlungsmodelle

 

Nutzen

Desorganisierte Wohnformen wie pathologisches Horten, Vermüllung oder Verwahrlosung treten in der kommunalen Praxis zunehmend häufiger auf. Sie stellen Verwaltungen, soziale Dienste und andere beteiligte Akteure vor große fachliche, rechtliche und menschliche Herausforderungen. Neben erheblichen gesundheitlichen und psychosozialen Risiken für die Betroffenen wirken sich diese Lebenslagen oftmals auch belastend auf Nachbarschaften, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie öffentliche Stellen aus.

Das Seminar greift diese komplexe Problematik praxisnah auf. Anhand konkreter Fallbeispiele werden unterschiedliche Erscheinungsformen des sogenannten „desorganisierten Wohnens“ differenziert betrachtet und voneinander abgegrenzt. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über mögliche Ursachen und psychologische Hintergründe, lernen die Lebenswelten der Betroffenen besser zu verstehen und setzen sich mit den vielfältigen Folgen auseinander.

Darüber hinaus werden bewährte Hilfe- und Unterstützungssysteme aus der Praxis vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem professionellen Umgang mit Menschen in vulnerablen Lebenslagen sowie auf den miet-, ordnungs- und sozialrechtlichen Handlungsmöglichkeiten im kommunalen Kontext.

Zielgruppe

Mitarbeitende aus Ordnungsämtern, Sozialämtern, Jugendämtern, sozialpsychiatrischen Diensten, Jobcentern, Betreuungsstellen, rechtliche Betreuerinnen und Betreuer sowie weitere Interessierte aus Verwaltung und Sozialwesen

Arbeitsmittel und Methodik

Fachvortrag mit praxisnahen Fallbeispielen und Raum für fachlichen Austausch

 

Hinweise

 

Anmeldung

Sie können sich bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin anmelden.

Zu diesem Zeitpunkt wird entschieden, ob die Veranstaltung stattfindet. Eine kostenfreie Abmeldung ist danach nicht mehr möglich. Selbstverständlich können sich kurzfristig Interessierte auch nach dem Anmeldeschluss verbindlich anmelden, sofern noch Plätze frei sind.

Kontakt

Frau Astrid Meinen
Telefon: 0511 1609-6025
E-Mail: astrid.meinen(at)nsi-hsvn.de